Sweet Home

Bei den täglich anfallenden Kleinarbeiten wird uns auch in den nächsten Tagen deutlich: Unser neuer Zweitwohnsitz ist ein echtes Sweet Home. Bei denAußentemperaturen im Januar machen wir oft den Ofen an, um uns mit dem Innenraum zu beschäftigen. Vor so einer Reise gibt es ja auch dort noch viel zu tun: Wohin mit all den Sachen, die mit sollen ? Der Stauraum soll ja nicht nur persönliche Habseligkeiten, sondern auch die Bergeausrüstung, das Werkzeug, das Gummiboot mit Paddeln, den Grill, die Klappstühle mit Tisch und vieles mehr beherbergen.

Und so machen wir oft den Ofen an, eine halbe Stunde später ist es schon schön warm. Wir mögen gar nicht wieder rausgehen, und wenn wir da so sitzen, ist die Reise schon mehr Realität als sonst. Wir fühlen uns fast schon unterwegs, der Blick nach draußen wird sich noch ändern, aber drinnen wird es auch unterwegs so bleiben. Die Aura in dem Fahrzeug ist einfach gut, der Holzausbau mit seinen warmen Farben trägt sicher viel dazu bei. Und natürlich die Teppiche. Sobald wir drinnen sitzen, merken wir, dass alle Hektik der Vorbereitungen vor der Tür geblieben ist, es kehrt sofort eine angenehme Ruhe ein.

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Erster Außeneinsatz – Fazit: Finnische Sauna !

Am Wochenende war es soweit. Am 50. Geburtstag von Schuby (hat den Innenausbau des Koffers gemacht und ist außerdem bekannt aus Bier! – Der Film auf YouTube) haben wir die Gelegenheit genutzt, die Ausrüstung zum ersten Mal unterwegs zu testen. Bei so einem Gelage kann man abends nicht mehr zurückfahren, also bringt man seinen Zweitwohnsitz mit und bleibt gleich da. Im Januar ist dies eine gute  Gelegenheit, die Wintereigenschaften, (sprich die Heizung) auszuprobieren. Wir haben uns ein Feldheizgerät der Bundeswehr eingebaut. Der Grund für diese Entscheidung war, eine stromunabhängige Heizung zu haben, die mit so ziemlich allem klarkommt, was brennt.

An diesem Abend haben wir es mit Holz und Kohle betrieben. Bei Außentemperaturen um Null kamen damit wir auf 25 bis 30 Grad drinnen bei offenen Türen. Dies aber nur, weil wir es wissen wollten und die Brennkammer mal richtig vollgestopft haben. Zur Sauna hätte man nur die Türen schließen müssen und einen Aufguß ansetzen.

Wenn man etwas dosierter herangeht, kommt man auch auf normale Werte und kann die Tür zumachen. Aber an diesem Abend hat es uns so besser gefallen, inklusive rot glühendem Ofenrohr und Flammen aus dem Schornstein. Und am nächsten Morgen braucht man nur wieder was draufzulegen und kann sich sofort Kaffe drauf kochen. Auch der Rest hat uns gut gefallen, das Bett haben wir besser bewertet als das zu Hause im Schlafzimmer.

Was bei einem luftgekühlten Fahrzeug wie unserem Gran Hermano um diese Jahreszeit aber schlechter abschneidet, ist die Wärme im Fahrerhaus (wer früher Käfer gefahren ist, erinnert sich vielleicht). Viel wärmer als auf dem Motorrad ist es dort nicht, und man muss ständig die Scheiben von innen wischen. Doch am Ende der Fahrt habe ich wieder was dazugelernt: Wenn man den Hebel für die Lüftung mal richtig nach hinten zieht (mit voller Kraft, etwa dreimal so weit wie ich mich bislang getraut habe), kommt sogar warme Luft in den Fußraum und das ganze wird fast angenehm.

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2012 – Willkommen in der neuen Freiheit

Das Jahr 2012 hat begonnen, für uns der Beginn der neuen Freiheit und der Endspurt der Reisevorbereitungen. Nach alter Tradition habe ich am 23.12. den letzten Tag vom Maßband abgerissen, das meine letzten 150 Arbeitstage als Countdown gezählt hat. Das war der Beginn der neuen Freiheit, über die eigene Zeit ganz alleine verfügen zu können. In etwa vier Monaten können wir dann auch alleine unseren Ort wählen, uns also vollständig selbstbestimmt durch das Raum- Zeit Kontinuum bewegen (na gut, rückwärts in der Zeit können wir nicht, durch Gravitation oder sehr hohe Geschwindigkeit die Zeit erheblich verlangsamen oder den Raum krümmen auch nicht, aber auch so geht schon einiges).

So haben wir das Jahr 2012 entsprechend begrüßt und in den ersten Tagen des neuen Jahres für den Endspurt erstmal einen Plan aufgestellt, denn die Liste für die nächsten vier Monate ist noch lang:

  • Solarzellen aufs Dach bauen
  • Reserveradhalter anbauen
  • Elektrik im Wohnbereich zu Ende ausbauen
  • Motorradträger und Balkon anbauen
  • Ofen anschließen
  • Schöne Sitze im Fahrerhaus einbauen
  • Mindestens 4 Wochen für diverse Kleinarbeiten
  • Visa einholen
  • Haus vermieten

Und zu guter Letzt soll auch dieser Blog in langen Winterabenden technisch noch ein wenig aufgepeppt werden. Und das letzte Geld für die Reisekasse muss auch noch zusammengerafft werden, denn bei ebay läuft noch unsere Geldquelle 2, die uns über all die Jahre die Reisekasse aufgefüllt hat. Da beginnt nun der Ausverkauf, eingekauft wird nicht mehr, alles muss raus. Die 25.000 Bewertungen knacken wir noch, das ist Ehrensache ! Fast alles Geld, das wir im Moment schon auf Tasche haben, liegt zum Glück in australischen Dollar bereit, denn alleine in den letzten 4 Wochen hat der Euro  mal wieder 5 % gegenüber harten Währungen verloren. Andersherum, hätte man vor vier Wochen Euro statt australischer Dollars besessen, würde die Reise bei gleichem Budget dann drei Wochen kürzer ausfallen. Oder noch kürzer, wenn das so weiter geht.

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