Ersatzradhalter – im zweiten Anlauf gut

Nach Einbau von zwei neuen Versteifungen, die das Kippeln quer zur Fahrzeugachse unterbinden, ist der Ersatzradhalter nun in meinen Augen stabil genug, um damit die Reise antreten zu können. Eine Abstützung nach vorne zum Querrohr und eine nach hinten zur Heck- Traverse verhindern nun die unerwünschten Bewegungen des Rades. Damit ist dieser Punkt nun endgültig abgehakt. Die Nachbesserung hat mit Ausdenken, Zuschneiden, Bohren, Schweißen, Lackieren zweieinhalb Tage gedauert. So kurz vor der Abreise hält uns das natürlich schon auf, aber stabil muss das ganze ja sein.

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Fahrerhaus renoviert – Leiser und bequem

Wie das Leben so beschaffen ist, kurz nach dem Rückschlag mit dem Reserverad- Halter kommt wieder ein Tag, an dem in wenigen Stunden mehrere langwierige Dinge, an denen wir seit Wochen arbeiten, erfolgreich vollendet werden. Höhen und Tiefen wechseln sich seit dem Endspurt unserer Reise schneller ab und sind stärker ausgeprägt, als im “normalen” Alltag,  das zeichnet sich schon vor der eigentlichen Abfahrt ab.
Nur zwei Tage nach dem letzten Misserfolg werden die neuen Ledersitze endlich eingebaut und gleichzeitig die Geräuschdämmung im Fahrerhaus vollendet und getestet. An beidem haben wir, auch mit Hilfe von Teddy, schon die letzten vier Wochen gearbeitet. Ich habe die Metallarbeiten für die Sitzschienen gemacht, Teddy hat die Geräuschdämmung gemacht und das Fahrerhaus von innen ausgekleidet und auch mit Holz verziert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Sitze sind saubequem und eine ganze Generation weiter, als die mit Stroh und Federkern gefüllten Originale von ANNO DOMINI 1963. Nach Anlassen des Motors wird klar: Auch die Geräuschdämmung hat sich gelohnt. Der Motor hört sich an, als ob man noch Ohrenstöpsel drin hat. Wahrscheinlich wird man sich so auch während der Fahrt unterhalten können, ohne sich anzuschreien.
Danach wird noch schnell die Haube von innen mit Geräuschdämmung versehen, auch das bringt noch einmal etwas mehr Ruhe. Dazu sind noch einige Kleinigkeiten erledigt, so haben wir wieder das Gefühl “Es geht voran”. An diesem Nachmittag fließen noch einige Liter Bier, um das zünftig zu begießen.

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Ersatzradhalter die 2. – zu früh gefreut

Nachdem der Ersatzradhalter gerade fertig war, habe ich mich wohl zu früh über den abgehakten wichtigsten Punkt auf unserer Liste gefreut. Wie das gerne so ist, nicht alles klappt auf Anhieb. Der Halter ist zwar stabil und trägt das Gewicht, das Rad wackelt aber noch um eine Achse quer zur Fahrtrichtung, wenn man hinten dran ruckelt. Es würde durch Vibrationen im Laufe der Zeit die Halterung reißen lassen. Um die Fahrzeug- Längsachse ist es dagegen absolut stabil. Also muss ich mal wieder nachdenken, konstruieren, sägen, bohren, schweißen, lackieren. Zwei zusätzliche Stabilisatoren vorne und hinten sollen das Rad am Drehen um die Querachse hindern, die müssen in den nächsten Tagen gebaut werden.
Für unseren Plan bedeutet das gut zwei Wochen vor der geplanten Abreise einen Rückschlag. Das Problem ist lösbar, wirft uns aber bestimmt 2-3 Tage zurück. Zusammen mit anderen Punkten, die sich ebenfalls in die Länge ziehen, werden schnell 1-2 Wochen draus. So verfluche ich die Tatsache, bis zur Abreise noch an dem Gran Hermano bauen zu müssen und immer noch die groben Metall- Arbeiten wie Bohren, Sägen, Schweißen usw. nicht abgehakt zu haben. Es gibt auch noch genügen Kleinkram zu erledigen. Andererseits muss ich auch feststellen, dass alles das, was ich die letzten vier Monate quasi in Vollzeit noch am Gran Hermano gebaut habe, sich parallel zur Arbeit, quasi am Wochenende, nochmals um ein Jahr hingezogen hätte. Angesichts der weiter tickenden biologischen Uhr wäre das auch keine gute Lösung gewesen. Für unseren Abreisetermin heißt das, dass wir wohl den 1. Mai nicht mehr schaffen, wir nehmen uns jetzt vor, es bis zum 15. Mai zu schaffen, gerne natürlich schon eine Woche früher.

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