Nicht mehr ganz da – noch nicht ganz weg

Unsere Abreise steht jetzt unmittelbar bevor. Den ersten Mai haben wir nicht ganz geschafft, wir sind noch an den letzten Kleinarbeiten. Gestern erst habe ich noch zwei zusätzliche Wassertanks a 70 Liter angebaut, heute werden der Abwassertank und die Sandbleche angebaut. Zu Hause sind wir am Aufräumen, Einmotten, die letzten Topfpflanzen verschenken usw.

Doch der Countdown hat begonnen, in den letzten Tagen haben wir uns schon schrittweise aus dem gewohnten Leben entfernt. Erst wurde der ebay Shop geschlossen, dann das Telefon mit Internet und Kabelfernsehen abgemeldet, seit gestern bekommen wir unsere eigene Post nicht mehr (Nachsendeantrag). Sonntag, Montag und Dienstag kamen dann schon die ersten Abschiedsrunden von Freunden und schon einem Teil der Familie.

So leben wir nun die letzten Tage in einem Zwischenzustand und warten darauf, dass die letzten Vorbereitungen erledigt sind. Angepeilt haben wir als Abreisetag den 10. Mai, plusminus einige Tage. Der Wetterbericht lockt, hier bei uns wird das ja schon wieder nichts…

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Ersatzradhalter – im zweiten Anlauf gut

Nach Einbau von zwei neuen Versteifungen, die das Kippeln quer zur Fahrzeugachse unterbinden, ist der Ersatzradhalter nun in meinen Augen stabil genug, um damit die Reise antreten zu können. Eine Abstützung nach vorne zum Querrohr und eine nach hinten zur Heck- Traverse verhindern nun die unerwünschten Bewegungen des Rades. Damit ist dieser Punkt nun endgültig abgehakt. Die Nachbesserung hat mit Ausdenken, Zuschneiden, Bohren, Schweißen, Lackieren zweieinhalb Tage gedauert. So kurz vor der Abreise hält uns das natürlich schon auf, aber stabil muss das ganze ja sein.

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Fahrerhaus renoviert – Leiser und bequem

Wie das Leben so beschaffen ist, kurz nach dem Rückschlag mit dem Reserverad- Halter kommt wieder ein Tag, an dem in wenigen Stunden mehrere langwierige Dinge, an denen wir seit Wochen arbeiten, erfolgreich vollendet werden. Höhen und Tiefen wechseln sich seit dem Endspurt unserer Reise schneller ab und sind stärker ausgeprägt, als im “normalen” Alltag,  das zeichnet sich schon vor der eigentlichen Abfahrt ab.
Nur zwei Tage nach dem letzten Misserfolg werden die neuen Ledersitze endlich eingebaut und gleichzeitig die Geräuschdämmung im Fahrerhaus vollendet und getestet. An beidem haben wir, auch mit Hilfe von Teddy, schon die letzten vier Wochen gearbeitet. Ich habe die Metallarbeiten für die Sitzschienen gemacht, Teddy hat die Geräuschdämmung gemacht und das Fahrerhaus von innen ausgekleidet und auch mit Holz verziert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Sitze sind saubequem und eine ganze Generation weiter, als die mit Stroh und Federkern gefüllten Originale von ANNO DOMINI 1963. Nach Anlassen des Motors wird klar: Auch die Geräuschdämmung hat sich gelohnt. Der Motor hört sich an, als ob man noch Ohrenstöpsel drin hat. Wahrscheinlich wird man sich so auch während der Fahrt unterhalten können, ohne sich anzuschreien.
Danach wird noch schnell die Haube von innen mit Geräuschdämmung versehen, auch das bringt noch einmal etwas mehr Ruhe. Dazu sind noch einige Kleinigkeiten erledigt, so haben wir wieder das Gefühl “Es geht voran”. An diesem Nachmittag fließen noch einige Liter Bier, um das zünftig zu begießen.

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