Grüner Strom – Energiewende auf dem Autodach

Die Vorbereitungen an unserem Gran Hermano gehen weiter, fast jeden Tag arbeiten wir jetzt daran. Nachdem der Permafrost sich nun wieder verzogen hat (deswegen heißt er auch Permafrost…), haben wir am (Rosen-) Montag eine Regenpause bei gleichzeitig warmem Wetter genutzt, um endlich die Solarzellen auf dem Dach zu montieren. Während in anderen Gegenden die Jecken in komischen Kostümen durch die Straßen gezogen sind, haben wir geschuftet. Mit einer Konstruktion aus Alu- Profilen haben wir acht 50 Watt- Module auf die Dach- Erhöhung geschraubt. Die Erhöhung besteht an der Seite aus Eichen- Bohlen, der Vorteil ist, dass die  Befestigung mit Holz- Schrauben sehr einfach ist. Die Module sind durch die Konstruktion gut hinterlüftet, so wie es sein soll. Dadurch wird bei Sonnen- Einstrahlung wohl auch die Temperatur im Innenraum sinken. Bei acht kleinen Modulen sehen wir noch den Vorteil, dass bei Ausfall eines Moduls nicht gleich 50 % der Leistung weg sind, sondern nur ein kleinerer Teil.

Nächste Woche kann die Anlage dann wohl elektrisch angeschlossen und in Betrieb genommen werden.

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Sweet Home

Bei den täglich anfallenden Kleinarbeiten wird uns auch in den nächsten Tagen deutlich: Unser neuer Zweitwohnsitz ist ein echtes Sweet Home. Bei denAußentemperaturen im Januar machen wir oft den Ofen an, um uns mit dem Innenraum zu beschäftigen. Vor so einer Reise gibt es ja auch dort noch viel zu tun: Wohin mit all den Sachen, die mit sollen ? Der Stauraum soll ja nicht nur persönliche Habseligkeiten, sondern auch die Bergeausrüstung, das Werkzeug, das Gummiboot mit Paddeln, den Grill, die Klappstühle mit Tisch und vieles mehr beherbergen.

Und so machen wir oft den Ofen an, eine halbe Stunde später ist es schon schön warm. Wir mögen gar nicht wieder rausgehen, und wenn wir da so sitzen, ist die Reise schon mehr Realität als sonst. Wir fühlen uns fast schon unterwegs, der Blick nach draußen wird sich noch ändern, aber drinnen wird es auch unterwegs so bleiben. Die Aura in dem Fahrzeug ist einfach gut, der Holzausbau mit seinen warmen Farben trägt sicher viel dazu bei. Und natürlich die Teppiche. Sobald wir drinnen sitzen, merken wir, dass alle Hektik der Vorbereitungen vor der Tür geblieben ist, es kehrt sofort eine angenehme Ruhe ein.

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Erster Außeneinsatz – Fazit: Finnische Sauna !

Am Wochenende war es soweit. Am 50. Geburtstag von Schuby (hat den Innenausbau des Koffers gemacht und ist außerdem bekannt aus Bier! – Der Film auf YouTube) haben wir die Gelegenheit genutzt, die Ausrüstung zum ersten Mal unterwegs zu testen. Bei so einem Gelage kann man abends nicht mehr zurückfahren, also bringt man seinen Zweitwohnsitz mit und bleibt gleich da. Im Januar ist dies eine gute  Gelegenheit, die Wintereigenschaften, (sprich die Heizung) auszuprobieren. Wir haben uns ein Feldheizgerät der Bundeswehr eingebaut. Der Grund für diese Entscheidung war, eine stromunabhängige Heizung zu haben, die mit so ziemlich allem klarkommt, was brennt.

An diesem Abend haben wir es mit Holz und Kohle betrieben. Bei Außentemperaturen um Null kamen damit wir auf 25 bis 30 Grad drinnen bei offenen Türen. Dies aber nur, weil wir es wissen wollten und die Brennkammer mal richtig vollgestopft haben. Zur Sauna hätte man nur die Türen schließen müssen und einen Aufguß ansetzen.

Wenn man etwas dosierter herangeht, kommt man auch auf normale Werte und kann die Tür zumachen. Aber an diesem Abend hat es uns so besser gefallen, inklusive rot glühendem Ofenrohr und Flammen aus dem Schornstein. Und am nächsten Morgen braucht man nur wieder was draufzulegen und kann sich sofort Kaffe drauf kochen. Auch der Rest hat uns gut gefallen, das Bett haben wir besser bewertet als das zu Hause im Schlafzimmer.

Was bei einem luftgekühlten Fahrzeug wie unserem Gran Hermano um diese Jahreszeit aber schlechter abschneidet, ist die Wärme im Fahrerhaus (wer früher Käfer gefahren ist, erinnert sich vielleicht). Viel wärmer als auf dem Motorrad ist es dort nicht, und man muss ständig die Scheiben von innen wischen. Doch am Ende der Fahrt habe ich wieder was dazugelernt: Wenn man den Hebel für die Lüftung mal richtig nach hinten zieht (mit voller Kraft, etwa dreimal so weit wie ich mich bislang getraut habe), kommt sogar warme Luft in den Fußraum und das ganze wird fast angenehm.

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