Rückblick 2003 die dritte – Der Koffer macht den Gran Hermano zum Haus auf Rädern

Ein Highlight 2003 ist dann der Fund eines Kofferaufbaus im Internet. Wir sind begeistert, der Koffer passt von den Maßen her und ist aus Alu, d.h. er ist nicht zu schwer und er rostet nicht irgendwann durch. Bei 4,40 x 2,45 Metern ergeben sich über 10 Quadratmeter Wohnfläche. Da braucht man sein Bett später nicht zur Sitzecke umzubauen. Also wird nicht lange überlegt, obwohl der Koffer in Holland steht. Einen LKW ausleihen scheidet aus, viel zu teuer. Aber beim Anhängerverleih gibt es prima Auto- Trailer für 20 Euro das Wochenende, die sind auch 2,40 breit und 4 m lang. Das Problem sind eigentlich nur die Kotflügel. Ein PKW passt dazwischen, der Koffer muss oben drüber. Aus ein paar Kanthölzern wird also schnell eine „Palette“ gezimmert, dann passt das. Aufladen tut uns der Verkäufer den Koffer ganz professionell mit dem Kran. Beim Abladen sieht das schon anders aus, wir nennen das „ägyptisch“ (so wurden immerhin die Pyramiden gebaut, wenn’s nicht doch Leute aus dem Weltraum waren). Hochbocken und mit dem Anhänger drunter raus fahren. Baumscheiben (wir heizen mit Holz) und Gehwegplatten zum Unterlegen haben wir genug.

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Rückblick 2003 die zweite – Fahrwerk lackieren

An der Fahrzeug- Front geht es 2003 zunächst mit nervigen Arbeiten los. Bevor ein Koffer draufkommt, will ich den Rahmen abschleifen und neu mit Rostschutzfarbe lackieren. Ohne Aufbau kommt man überall leicht dran. Hätte ich vorher gewusst, wie ätzend das ist, hätte ich es wohl gelassen. Irgendwann im Spätsommer haben wir den Wagen mit dem Heck in den Werkstatt- Teil unseres Hauses gefahren. Den ganzen Winter über und das halbe Jahr 2004 habe ich an freien Tagen den Rahmen mit der Drahtbürste abgeschliffen. Dabei sind bestimmt 300 Euro für Drahtbürsten draufgegangen, und ich habe mir bestimmt mehr als 20 Mal die Drähte, die sich bei hoher Drehzahl von der Bürste gelöst haben, aus dem Arsch oder aus der Stirn gezogen. Macht so was bloß nicht ohne Schutzbrille, lasst es am besten ganz!

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Rückblick 2002 die zweite – El Gran Hermano

Kurze Zeit später steht das Gerät bei uns auf dem Hof. Und damit ist klar: Eine Art Geburt hat stattgefunden, aus einer Idee ist etwas zum Anfassen geworden, und das steht jetzt bei uns auf dem Hof. Die imposante Erscheinung lässt ihn uns irgendwann „El Gran Hermano“ nennen, der große Bruder. Auf dass er uns freundlich gesinnt ist und Schutz und Kraft gibt, wie ein großer Bruder. Nach der Autobahnfahrt von der Stammkneipe nach Hause bin ich noch gar nicht so geschockt. Doch nach einer ersten 30- km Probefahrt durch die schmalen Straßen des schleswig-holsteinischen Outback habe ich schon beim Befahren der Tankstelle und bei Begegnungen mit anderen LKW Schweißausbrüche, vor allem vom Lenken. Ohne Servolenkung braucht man richtig Kraft dafür. Das Runterschalten mit Zwischengas ist auch gewöhnungsbedürftig, aber ich habe immerhin den Klasse 2 beim Bund auf dem MAN 630 gemacht und etwas davon ist noch hängen geblieben. Na ja, man gewöhnt sich schon dran, denke ich mir. Sylvia wird es schwer haben, wenn er erstmal abgelastet und mit Klasse 3 fahrbar ist, aber sie soll und will natürlich auch fahren.

Kurz nach dem Kauf wird der Feuerwehr- Koffer abgebaut, da war schon Norbert, ein anderer Magirus Fan aus der Nähe scharf drauf geworden. Zum Wohnkoffer kann man diesen sowieso nicht umbauen, er ist sehr niedrig und hat sehr viele kleine Fächer für Werkzeug, Schläuche usw. und natürlich den Wassertank. So fahre ich den neuen Mercur zu ihm und in einer kurzen Nachmittagsaktion entschwebt der Koffer dann standesgemäß am langen Arm eines gewaltigen Magirus- Krans.

 

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