Rückblick 2010 die vierte – Verschränkungstest

Nach all den jahrelangen Arbeiten am Hilfsrahmen und dessen Befestigungen sowie dem Anbringen der Tankhalterungen ist es im Oktober 2010 endlich Zeit für den ersten Verschränkungstest. Die ganze Hilfsrahmenkonstruktion hat ja den Sinn, dass sich ein steifer Kofferaufbau auf einem Fahrzeugrahmen halten kann, der extrem elastisch ist und sich deswegen stark verwinden kann. Die extremste Verwindung, die eine starke Verschränkung zwischen Kofferaufbau und Fahrzeugrahmen erzeugt, ist das einseitige Fahren über eine Erhöhung oder durch ein Loch, während die andere Seite auf einer Ebene bleibt. Dies simuliere ich dadurch, dass mein Nachbar Matthias mit dem Frontlader seines Treckers (Sylvia sagt immer Vorderlader dazu) ein Hinterrad ca. 60 cm hoch anhebt. In dieser Position kann ich in Ruhe um den Gran Hermano herumlaufen und messen, ob meine theoretischen Berechnungen auch in der Praxis stimmen. Sprich, ob der Koffer nicht doch die Tanks berühren würde, weil der Neigungswinkel des Koffers doch größer sein würde als gedacht. Oder ob die Konstruktion nicht doch noch einen Fehler hat, den ich in der Theorie nicht bedacht habe.

Das Ergebnis: Ich bin zufrieden, meine Berechnungen haben sich als realistisch herausgestellt. Nur eine Schwachstelle entdecke ich an der vorderen Befestigung, ich muss einfach nur eine Ecke herausschneiden, damit die Konstruktion nicht aufsetzt. Zugleich bin ich zusammen mit allen bei diesem Spektakel Anwesenden schwer beeindruckt, wie stark sich dieser schwere LKW verwinden kann und wie weit sich der Koffer zur Seite neigt! Allen Berechnungen zum Trotz kann man sich nur schwer vorstellen, wie das in der realen Welt (heute sagt man offline dazu) aussieht!

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Rückblick 2010 die dritte – Tanks besorgen

Im Sommer werden weiter Kleinarbeiten durchgeführt, Rücklichter, Abwassertank, Wassertanks, Innenausbau usw. usw. Der nächste größere Schritt im Sommer ist dann der Kauf von vier Treibstofftanks plus Befestigungs- Hardware. Das Ziel ist eine Reichweite von ca. 2.000 km ohne Tankstop. Dafür braucht so ein Gefährt etwa 500 Liter. Lange habe ich im Internet recherchiert, wie andere das gelöst haben (es gibt ja haufenweise Wahnsinnige, die ebenfalls mit solchen Autos jahrelang um die Welt fahren – und im Internetzeitalter tauschen die sich auch noch alle aus). Dann entscheide ich mich für vier kurze Tanks, da kurze Tanks bei der Verschränkung des Fahrzeugrahmens weniger Verwindung der Befestigungskonsolen aushalten müssen. Zwei Tanks von 130 und 110 Litern kommen auf jede Seite, zusammen mit dem Fahrzeugtank unter dem Beifahrersitz sind das dann über 500 Liter.

Man muss aufpassen, dass zwischen Tank- Oberkante und Koffer- Unterkante ein relativ großer Zwischenraum von 25 bis 30 cm bleibt, da der Koffer sich so weit neigen kann, wenn man mit einem Rad z.B. über einen 60 cm hohen Hubbel oder in ein 60 cm tiefes Loch fährt. Die Tank- Unterkante darf auch nicht zu tief hängen, da man für solche Aktionen ja auch noch etwas Bodenfreiheit benötigt. Um das alles zu erfüllen, bleibt leider nur eine teure Sonderanfertigung, die ich dann auch wenige Wochen nach der Bestellung geliefert bekomme. Die Befestigungskonsolen werden sofort am Fahrzeugrahmen angebracht, die Tanks selbst kommen erstmal ins trockene Haus. Erst wenn das Auto nach den Umbauten wieder fahrbereit ist, werde ich sie anbringen, weil sie ohne Diesel drin von innen rosten können.

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Rückblick 2010 die zweite – Verbesserungen am Hilfsrahmen

Im Frühjahr 2010, sobald der Schnee um den Gran Hermano geschmolzen ist, wird Donnerstags und Freitags wieder geflext, gebohrt und geschweißt. Nach einigen Recherchen und Überlegungen wird die Befestigung des Hilfsrahmens am Fahrzeugrahmen noch mal geändert und einige Teile überarbeitet oder ganz ausgewechselt. Die Temperaturen draußen sind nur wenige Grad über Null, doch bei solchen Arbeiten friert man nicht. Äußerlich sind die Änderungen kaum sichtbar, denn der Hilfsrahmen selbst bleibt unverändert. Einige Schwachstellen werden dadurch auf jeden Fall eliminiert. Das ganze dauert mehrere Wochen, doch dann bin ich endlich mit der Konstruktion zufrieden. Inzwischen habe ich eine neue Handbohrmaschine mit MK3 Aufnahme, mit der man Löcher bis zu 30 mm Durchmesser bohren kann.

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