Der Papierkram geht los – Erste Visumanträge

So langsam geht auch der offizielle Teil der Reisevorbereitungen los. Nachdem wir wegen der Einreisebestimmungen für unsere Zielländer Kontakt zu einigen Visum- Diensten aufgenommen haben, lassen wir als erstes erstmal von jedem 24 Passbilder machen und dann geht es los:Visumanträge ausfüllen

Die Visa für Russland, Kasachstan, Kirgisien, Usbekistan und Tadschikistan kann man schon frühzeitig beantragen, weil in diesen Ländern das Visum für den Zeitraum ausgestellt wird, in dem man tatsächlich dorthin reisen möchte. Bei anderen Ländern gilt es einfach ab Ausstellung 3 Monate, d.h. wenn man langsam reist (so wie wir es vorhaben), ist das Visum schon ungültig, wenn man an der Grenze ankommt.

Das Ausfüllen der Formulare nebst Einkleben der Bilder dauert einen ganzen Abend in der Küche, das Zusammenstellen der Post nochmal einen Vormittag. Am Freitag, den 13. schicken wir das ganze zum Visum- Dienst, der gegen eine entsprechende Gebühr dann die notwendigen Einladungen und Genehmigungen für das Fahrzeug (wo erforderlich) einholt.

Mit den Visumanträgen müssen wir auch die Reiseroute genauer festlegen, denn jedes Visum hat einen Stichtag, ab dem es gilt und eine bestimmte Anzahl an Tagen, die man sich in einem Land aufhalten kann. So wird unser Zeitplan genauer. Als Stichtag für die Abreise haben wir mal den 1. Mai gewählt, und so grob Anfang August wollen wir die Mongolei erreichen.

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2012 – Willkommen in der neuen Freiheit

Das Jahr 2012 hat begonnen, für uns der Beginn der neuen Freiheit und der Endspurt der Reisevorbereitungen. Nach alter Tradition habe ich am 23.12. den letzten Tag vom Maßband abgerissen, das meine letzten 150 Arbeitstage als Countdown gezählt hat. Das war der Beginn der neuen Freiheit, über die eigene Zeit ganz alleine verfügen zu können. In etwa vier Monaten können wir dann auch alleine unseren Ort wählen, uns also vollständig selbstbestimmt durch das Raum- Zeit Kontinuum bewegen (na gut, rückwärts in der Zeit können wir nicht, durch Gravitation oder sehr hohe Geschwindigkeit die Zeit erheblich verlangsamen oder den Raum krümmen auch nicht, aber auch so geht schon einiges).

So haben wir das Jahr 2012 entsprechend begrüßt und in den ersten Tagen des neuen Jahres für den Endspurt erstmal einen Plan aufgestellt, denn die Liste für die nächsten vier Monate ist noch lang:

  • Solarzellen aufs Dach bauen
  • Reserveradhalter anbauen
  • Elektrik im Wohnbereich zu Ende ausbauen
  • Motorradträger und Balkon anbauen
  • Ofen anschließen
  • Schöne Sitze im Fahrerhaus einbauen
  • Mindestens 4 Wochen für diverse Kleinarbeiten
  • Visa einholen
  • Haus vermieten

Und zu guter Letzt soll auch dieser Blog in langen Winterabenden technisch noch ein wenig aufgepeppt werden. Und das letzte Geld für die Reisekasse muss auch noch zusammengerafft werden, denn bei ebay läuft noch unsere Geldquelle 2, die uns über all die Jahre die Reisekasse aufgefüllt hat. Da beginnt nun der Ausverkauf, eingekauft wird nicht mehr, alles muss raus. Die 25.000 Bewertungen knacken wir noch, das ist Ehrensache ! Fast alles Geld, das wir im Moment schon auf Tasche haben, liegt zum Glück in australischen Dollar bereit, denn alleine in den letzten 4 Wochen hat der Euro  mal wieder 5 % gegenüber harten Währungen verloren. Andersherum, hätte man vor vier Wochen Euro statt australischer Dollars besessen, würde die Reise bei gleichem Budget dann drei Wochen kürzer ausfallen. Oder noch kürzer, wenn das so weiter geht.

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Haus für ein Jahr zu vermieten – es wird langsam Zeit

Langsam rückt der Abreisezeitpunkt näher. Nach dem ersten Maklerbesuch vor etwas über 2 Wochen müssen wir langsam Nägel mit Köpfen machen. Wir wollen das Haus ab 1.5.2012 für ein Jahr vermieten. Das dürfte in einem wirtschaftlichen Notstands- und Abwanderungsgebiet wie Schleswig Holstein schwierig werden, wie uns auch der Makler nach ersten Recherchen bestätigt hat. Für ein Jahr würde so eine Wohnung in unserem Haus ja am ehesten jemand mieten, der aus beruflichen Gründen (wahrscheinlich irgendwelche Bau- Projekte in der Region) für eine begrenzte Zeit in der Gegend arbeitet. Das setzt natürlich wirtschaftliche Projekte in der Region voraus und genau die sind hier nicht besonders zahlreich.

Damit das ganze überhaupt Aussicht auf Erfolg hat, empfiehlt und der Makler, ab sofort unser Angebot zu publizieren, denn je länger und je häufiger das Angebot sichtbar ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir einen Mieter für das eine Jahr finden. Und so geben wir ihm dafür die Starterlaubnis. Er macht einige Fotos und wird ab jetzt unser Vermietungsangebot veröffentlichen. Da dies am ehesten Aussicht auf Erfolg hat, werden wir einen Teil des Hauses (4 Zimmer) möbliert anbieten, der andere Teil wird zum Abstellen unserer Sachen genutzt und nicht mit vermietet. Das ist auch für uns am einfachsten, weil wir so nicht alles umräumen müssen. Sollte sich unsere Abreise um einige Wochen verschieben, sind wir wohl flexibel genug, solange vielleicht schon in unserem Gran Hermano auf dem eigenen Grundstück zu wohnen.

Ein abendliches Gespräch mit den Nachbarn zeigt auch, dass unsere Selbstversorger- Katzen bereits vorgesorgt haben und sich von Anfang an mehrere Futtergeber gesucht haben. Wir dachten immer, dass sie fast nur bei uns sind, aber unsere Nachbarn dachten das gleiche. Das bedeutet, dass diese schlauen Viecher so schnell sind, dass sie es schaffen, an zwei Orten gleichzeitig zu sein. Für die Reise beruhigt uns das ungemein, denn wenn ein Futtergeber wegfällt, wird beim anderen dann wohl das Doppelte gefressen. Organisieren müssen wir nichts, das können die Katzen viel besser…

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