Rückblick 2004 die dritte – Wie erzähle ich’s meinem Chef ?

Mein Chef wird auch in unsere Reisepläne eingeweiht, ich bin am liebsten offen, denn wer mit der Wahrheit arbeitet, dem kann nicht durch einen dummen Zufall seine ganze Konstruktion zusammenbrechen. Dabei entsteht auch die Standard- Antwort auf die Frage „Wann wollt Ihr denn los?“ Sie lautet „in etwa 2-3 Jahren“. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen: Diese Antwort wird sich unverändert über weitere 5 Jahre halten. Irgendwann kann es schon niemand mehr hören. Wie inzwischen gelernt habe, ist das ein typischer Anfängerfehler: Wenn man einem Wunsch die Anweisung geben möchte, sich zu realisieren, sollte man ihm tunlichst auch ein Anfangs- und ein Enddatum mitgeben (das Enddatum ist genauso wichtig, siehe Goethes Zauberlehrling „Die ich rief die Geister, werd’ ich nun nicht los“). Als Berater in der Computerbranche hätte eigentlich schon früher selbst darauf kommen müssen: Jedes schnöde Computerprogramm, das automatisch läuft, bekommt seine Startzeit gleich zu Beginn mitgeteilt.

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Rückblick 2004 die zweite – Mal wieder die Balance Zeit und Geld neu ausrichten

Sylvia plagt sich mit dem Internethandel und gewöhnt sich an Computerarbeiten, die ihr vorher völlig unbekannt waren. Geld wird noch nicht sichtbar, erstmal wächst nur der Warenbestand, da das Sortiment immer größer wird. So reift eine weitere Idee, die ich dann meinem Chef vortrage: Ich möchte meine Arbeitszeit auf 70 % reduzieren. Es geht wieder einmal um die ewige Balance zwischen Zeit haben UND Geld haben. Das Geld wird irgendwann auch über den Internethandel auf ebay kommen, aber Zeit kann ich in so einem Beruf als reisender Berater nur gewinnen, indem ich weniger arbeite. Mein Chef merkt zum Glück, dass ich es ernst meine und sagt „Bevor Sie ganz gehen, lieber so“. Und so muss ich seit 1.1.2005 nur noch abwechselnd einmal 3 Tage und einmal 4 Tage die Woche arbeiten. Das Gute daran: Der Staat bestraft ja diejenigen, die viel verdienen, bei mir läuft die Steuerprogression jetzt anders herum! Mit 70 % Arbeitszeit habe ich immer noch über 80 % meines Nettogehalts. Schlechtes Gewissen? Bei der Misswirtschaft in unserem Land Fehlanzeige!

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Rückblick 2003 die erste – Geldquelle 1 versiegt, Handlungsbedarf

Im Frühjahr 2003 wird dann das Gemurre in der Firma immer lauter. Es kann eigentlich nicht angehen, dass die Berater mit dem Auto durch die halbe Republik fahren, nur wegen dem Kilometergeld. Schluß damit, sagt der Chef. Und hilft uns damit bei der Grundsteinlegung für unser zweites Standbein. Jammern nützt nichts, Chef ist Chef, neue Ideen müssen also her. Und die finden sich wie immer ganz spontan und aus purem Zufall (jedenfalls wenn man an Zufälle glaubt). Wir haben uns gerade einige Computer- CDs mit Software zum Sprachenlernen für die Reise gekauft. Die sind bei uns ziemlich teuer und in anderen Ländern ziemlich günstig. Wie so viele andere Waren auch, denn wir Deutschen werden ja meistens kräftig verarscht und merken es meistens nicht. Weil wir nie über den Tellerrand blicken. Und so bestellen wir ein paar mehr CDs und verkaufen Sie bei ebay. Kaufen und verkaufen, alles vom PC zu Hause, die moderne Welt macht’s möglich. Ein Gewerbe ist noch von früher angemeldet und so geht’s weiter. Wie wir bald merken: ebay geht ab wie Sau! Wir haben eine Lücke gefunden, in der sich (noch) wenige tummeln. Und so beginnt das Prinzip, dass sich über die Jahre erhalten hat: Erstjob zur Finanzierung des Lebens hier, Internethandel zur Finanzierung der Reise.

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